| 30.01.3312 | Rendezvous Point | Odysseus Träger |
Logbuch-Eintrag: Das Ende der Sicherheit
Etappenziel: Rendezvous Point – Das Tor zur wahren Leere
Sternzeit: 26.01.3312 – 30.01.3312 Route: Spoihaae XE-X d2-9 ➔ Rendezvous Point Distanz: Gewaltige 27.689 Lichtjahre
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Nach dem Adrenalinrausch auf der „World of Death“ stand der Stella Nebula Community eine logistische Mammutaufgabe bevor. Innerhalb von nur fünf Tagen galt es, eine Distanz von über 27.000 Lichtjahren zu überbrücken, um den Rendezvous Point zu erreichen. Dieser Ort ist mehr als nur ein Waypoint – er markiert eine psychologische und strategische Grenze der gesamten Expedition.
Drei Wege durch die Schwärze
Innerhalb unserer Community zeigte sich in dieser Woche die ganze Bandbreite des Explorer-Schicksals:
- Die Strategen: Ein Teil der Commander nutzte die Annehmlichkeiten der offiziellen DW3-Flottenträger. Während die Carrier ihre gewaltigen Sprungantriebe zündeten, konnten die Crews die Zeit für Wartungsarbeiten und wissenschaftliche Auswertungen nutzen.
- Die Puristen: Viele SNP-Piloten entschieden sich jedoch bewusst für den Eigenflug. Tausendfaches „Honken“, unzählige Tankvorgänge und das ständige Scannen unbekannter Welten. Der Lohn: Ein gewaltiger Datenschatz aus Erstentdeckungen und Fotos von einsamen Systemen, die noch kein Mensch zuvor gesehen hat.
- Die Nachzügler: Besonders hervorzuheben sind die Commander, welche die Abfahrt der Träger knapp verpasst haben. Ohne den Schutz der Flotte kämpfen sie sich nun mit 50-ly-Sprungschiffen durch die Leere – oft ohne AFW (Automatisierte Feldwartungseinheit). Für sie ist dieser Abschnitt ein gnadenloser Test für Material und Nerven.
Ankunft am Rendezvous Point (Erioch ST-I b35-20)
Der Rendezvous Point im System Erioch ST-I b35-20 ist ein historisch bedeutsamer Ort. Er liegt weit über der galaktischen Ebene und bietet einen Blick, der uns die Demut lehrt: Unter uns die leuchtende Scheibe der Milchstraße, vor uns die unendliche Schwärze.
Mit dem Erreichen dieses Punktes endet die offizielle Trägerphase von Distant Worlds 3. Die Zeit der „Mitfahrgelegenheiten“ ist vorbei. Ab hier sind wir auf uns allein gestellt. Die Infrastruktur wird dünner, die Abstände zwischen den Sternen werden größer.
Der Beginn der echten Forschung
Ab jetzt beginnt das, wofür die Stella Nebula Community steht: Wahre Exploration. Es geht nicht mehr um Geschwindigkeit, sondern um Tiefe. Wir werden die kommenden Tage nutzen, um die Umgebung des Rendezvous Points zu kartografieren, biologische Signale zu katalogisieren und die wissenschaftlichen Projekte der DW3-Leitung voranzutreiben. Jedes Signal, das wir jetzt finden, trägt zum Verständnis unserer Galaxie bei.
Status: Rendezvous Point erreicht. Die Carrier-Decks leeren sich. Moral: Angespannt, aber hochkonzentriert. Die "echte" Reise beginnt jetzt. Nächster Halt: Unbekanntes Terrain jenseits der bekannten Pfade.

