| 14.02.3312 | Beagle Point | Planet 2 -59.57/-112.52 |
Logbuch-Eintrag: Am Rande des Abgrunds
Etappenziel: Beagle Point – Wo die Galaxis endet
Sternzeit: 08.02.3312 – 14.02.3312 Route: Thuecheae MT-Q e5-8 ➔ Beagle Point Distanz: 11.615 Lichtjahre
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Wir haben es geschafft. Die Stella Nebula Community hat den legendären Beagle Point erreicht. Doch der Preis für diesen Erfolg war hoch. Die letzten 11.000 Lichtjahre mussten in einem mörderischen Tempo von nur vier Tagen bewältigt werden. Was auf dem Papier nach Routine klingt, wurde für unsere Piloten – besonders jene mit geringeren Sprungreichweiten – zu einer mentalen Zerreißprobe.
Zwischen Triumph und Frustration
In den Comms-Kanälen der SNPX macht sich eine ehrliche, ungeschönte Stimmung breit. Das enorme Tempo der DW3-Organisation lässt kaum Zeit für das, was wir am meisten lieben: das detaillierte Scannen, das Landen auf unbekannten Monden und das Finden jener "sagenhaften Funde", für die wir aufgebrochen sind.
Die Ankündigung, dass der nächste Abschnitt direkt wieder über 12.300 Lichtjahre führen wird, hat die Motivation bei einigen Commandern gedrückt. Es ist ein Balanceakt zwischen dem sportlichen Ziel der Expedition und der Seele der Exploration. Dennoch: Wir stehen zusammen.
Beagle Point: Mehr als nur ein Name
Das System, ursprünglich bekannt als Ceeckia ZQ-L c24-0, ist tief in der Geschichte der Raumfahrt verwurzelt. Benannt von Commander Erimus Kamzel nach seinem verstorbenen Beagle Jack, wurde dieser Ort durch die erste Distant Worlds Expedition im Jahr 3302 zum Symbol für menschliche Ausdauer. Hier, über 65.000 Lichtjahre von der Erde entfernt, blicken wir zurück auf eine Galaxis, die hinter uns nur noch wie ein schmaler Lichtstreifen wirkt.
Gedenken und Gemeinschaft
Trotz der Erschöpfung bot der Aufenthalt am Beagle Point Momente, die unter die Haut gingen:
- In Memoriam: In einer feierlichen Gedenkfeier erinnerten wir uns an CMDR Chiggy Vonrictofen, eine Legende der Community, dessen Taten unvergessen bleiben.
- Salomés Reach: Ein Teil unserer Gruppe unternahm den Ausflug nach Oevasy SG-Y d0, dem am weitesten von Sol entfernten erreichbaren System. Die gemeinsame Bergtour auf einem der dortigen Monde war ein echtes Highlight und schweißte uns wieder zusammen.
- Action in der Leere: Bei Buggy-Rennen und dem Weltrekordversuch für den größten koordinierten Massensprung zitterten die Reaktoren, während tausende Triebwerke gleichzeitig den schwarzen Himmel erhellten.
Blick nach vorn
Wir tanken nun Energie. Die Maschinen werden gewartet, die Vorräte aufgefüllt. Auch wenn der Zeitdruck an den Nerven zehrt, bleibt das Ziel klar: Wir sind die Stella Nebula Community, und wir lassen niemanden zurück. Wenn die Reise weitergeht, fliegen wir gemeinsam – egal wie weit der nächste Sprung auch sein mag.
Status: Beagle Point erreicht. Schiffe stabil, Crew braucht Schlaf. Moral: Zwiegespalten zwischen Erschöpfung und dem Stolz, am Rand der Welt zu stehen. Nächste Herausforderung: 12.300 Lichtjahre

